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Im Mittelalter
waren Trippen hölzerne Unterschuhe, die von den damaligen Stadtbewohnern
unter die empfindlichen wendegenähten (Schnabel-)Schuhe und andere
Lederschuhe geschnallt wurden. Grund dafür waren die in Städten stark
durch Abfälle, Tierkot und anderes verschmutzten und größtenteils
ungepflasterten Straßen und Gassen. Aus dieser Zeit stammt auch der
Ausdruck trippeln. Auch im Haus wurden Trippen manchmal getragen, um
sich im Winter gegen Fußkälte etwa von den kalten Steinböden zu
schützen.
Später ab dem 15.
Jahrhundert und bis ins 19. Jahrhundert kamen zum Schutz von
Lederschuhen vor Straßenschmutz auch eiserne Unterschuhe in Gebrauch.
Alternativ wurden
in manchen Gegenden als Schutz gegen Schmutz Clogs getragen. Trippen
kamen außer Gebrauch durch die Konkurrenz von Galoschen und
Gummistiefeln einerseits und dem Aufkommen befestigter Straßen und der
Straßenreinigung andererseits.
Im 15. Jahrhundert
kamen in Spanien, Italien und dort vor allem in der Damenmode von
Venedig die kunstvoll gearbeiteten Chopine auf. Sehr hohe Schuhe, die
von Patrizierdamen ebenso getragen wurden wie von erfolgreichen
Kurtisanen, hatten den Zweck dem Straßendreck zu entgehen, aber auch
Status bzw. Erotik zu demonstrieren.
In der Türkei wurden
ähnliche, aber besonders hohe hölzerne Unterschuhe, die Nalins getragen,
um in türkischen Bädern die Füße vor Wasser und der Hitze von mit
Hypocausten beheizten Fußböden zu schützen. Anwendung fanden diese
Patten auch z.B. beim Putzen.
Auch als Trippe
wird eine etwa esstellergroße und 5 cm dicke Holzscheibe bezeichnet, die
Arbeitspferden unter die Hufe geschnallt wurde, um auf morastigen
Untergründen, vorwiegend in Moorlandschaften, besseren Halt zu finden.
Quelle:
wikipedia.de
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