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Am Spieß gebratenes Huhn
mit Kräutern
- 1 1/2 kg Poularde
- 1 Prise Salz, Pfeffer,
Majoran, Rosmarin
- 2 Knoblauchzehen
- 20 g Butter
- 1 ordentliche Handvoll
Basilikum, Majoran, Kerbel, Estragon
- 20 g Butter, zu
Bestreichen
- 3 Eßlöffel Honig
- 3 Eßlöffel Wasser
Poularde
ausnehmen und gründlich waschen und abtrocknen. Knoblauchzehen zerdrücken
und mit der Butter vermischen. Mit dem Gemisch die Poularde von innen
einreiben.
Kräuter
waschen und hacken, die Poularde damit füllen und verschließen. Poularde
von außen mit Salz, reichlich Pfeffer, gehacktem Majoran und Rosmarin
einreiben. Danach das Ganze auf den Spieß stecken und gut durchbraten.
Währenddessen ab und zu mit Butter bestreichen. Nach ca. 45 Minuten mit
dem Honig/Wassergemisch bestreichen und nochmals 5 bis 10 Minuten braten.
Gefülltes Spanferkel
für 4 Portionen
- 1 kleines Schwein;
ausgenommen, aber mit Innereien
- 1 schöner Schweinekamm
- 450 g gekochter
Schinken
- 50 Kastanien
- 25 Eier
- 800 g Parmesan Grana
oder alter Comte
- 1 Eßlöffel
Ingwerpulver
- 3 Prisen Safranfäden
- Salz
Die
deutsche Übersetzung vom Originaltext: Das getötete und geschächtete
Ferkel muss in sprudelndem Wasser erhitzt und dann gehäutet werden. Nehmt
dann mageres Schweinefleisch, entfernt das Fett und die Innereien des
Ferkels, setzt es in Wasser zum Kochen auf und nehmt zwanzig Eier, kocht
sie hart und nehmt auch in Wasser gekochte und geschälte Kastanien. Nehmt
dann die Eigelbe, die Kastanien, feinen alten Käse und das Fleisch eines
gekochten Schinkens und hackt alles. Dann zerstampft Ihr es zusammen mit
Safran und mengt der Füllung Ingwerpulver in grosser Menge bei. Und wenn
Eure Füllung zu fest wird, verdünnt sie mit Eigelb. Aber öffnet Euer
Schwein nicht am Bauch, sondern an der Seite, indem Ihr ein Loch macht, so
klein Ihr könnt. Dann spiesst es auf und danach stopft Eure Füllung hinein
und näht es mit einer groben Nadel wieder zu. Es soll mit gelbem Pfeffer
gegessen werden, wenn Winter ist, oder mit Kamelin-Sauce, wenn Sommer ist.
Nota bene, dass ich zahlreiche gespickte Ferkel gesehen habe und dass
diese sehr gut sind. So bereitet man sie heute zu, und Tauben ebenfalls.
Einige
Erläuterungen: Ein echtes Spanferkel ist nur etwa 2 Wochen alt und wiegt
nicht mehr als ungefähr 4 Kilo. Das Ferkel aus diesem Rezept war
wahrscheinlich viel älter und viel grösser, wenn man nach der Menge der
benötigten Füllung geht. Man wird die sorgfältige Zubereitung bemerkt
haben. Das Tier darf nicht am Bauch der ganzen Länge nach aufgeschlitzt
werden, sondern man muss es durch eine ganz kleine Öffnung, die man in die
Seite macht, ausnehmen und füllen. Welche Geschicklichkeit man damals vom
Koch verlangte! Die hier vorgeschlagene Bearbeitung ist auf ein Schwein
von etwa 6 Kilo abgestimmt und muss je nach der Grösse des zu bratenden
Tieres geändert werden. Um aber dieses Rezept originalgetreu nachkochen zu
können, müsste man wahrscheinlich eine eigene Schweinezucht besitzen oder
einen fähigen Züchter unter seinen Freunden haben. Denn in dem Ferkel, das
man beim Metzger kauft, klafft meistens ein riesiges Loch, und die
Innereien sind entfernt. Daher sollte man es vorbestellen und deutlich
machen, dass man auch die Lunge, die Leber, die Milz, das Herz und die
Nieren des Tieres möchte. Ansonsten sollte es genügen, wenn man es
sorgfältig vernäht, um seine Füllung einzuschliessen, bevor es gebraten
wird.
Die
Zubereitung: Den Schweinekamm und die Innereien des Ferkels (also Leber,
Herz, Milz, Nieren, Lunge) in Salzwasser auf kleiner Flamme aufkochen
lassen und danach etwa 1 Stunde kochen. Die Leber nach 20 Minuten
herausnehmen, denn sie darf nicht zu lange garen.
Die
Kastanien in Wasser kochen und in einem anderen Topf 4/5 der Eier hart
kochen. Die Eier und die Kastanien schälen. Das Ferkel mit einem sauberen
Tuch reinigen, um die restlichen Borsten, Blutspuren oder andere
Verunreinigungen zu entfernen. Das Innere grosszügig salzen und so lange
ruhen lassen, wie die Füllung zubereitet wird. Kamm und Innereien, wenn
sie gar sind, sorgfältig abtropfen lassen und in den Mixer geben. Den
Schinken ebenfalls klein hacken und untermischen.
Die
harten Eigelbe und die Kastanien zerdrücken. Der Fleischfüllung zugeben.
Den Käse reiben und gleichfalls zugeben. Wenn die Füllung zu fest ist, mit
einigen rohen Eigelben geschmeidiger machen. Grosszügig salzen und
Ingwerpulver und Safranfaeden zugeben. Die Füllung kosten und mit Salz
oder Ingwerpulver nachwürzen. Um besser ihren Geschmack einschätzen zu
können, eine kleine Kugel davon in einer Pfanne anbraten. Das Innere des
Ferkels abtupfen und wenn nötig noch einmal salzen. Die Bauchöffnung zu
zwei Dritteln mit einer Nadel und Küchengarn zunähen. Die Füllung durch
das noch vorhandene Loch stopfen, und wenn das Schwein voll ist,
abschliessend zunähen, ohne die kleinste Öffnung übrig zu lassen.
Das
Schwein aufrecht, die Beine unter dem Körper zusammengebunden, auf ein
Backblech legen. Die Ohren mit Alufolie umwickeln, damit sie nicht
verbrennen. Zweieinhalb bis drei Stunden bei mittlerer Hitze (200 Grad) im
Ofen braten und die Bräunung überwachen.
Das
Ferkel ist gar, wenn es eine schöne goldbraune Farbe hat. Im Winter mit
gelbem Pfeffer servieren, im Sommer mit einer Kamelin-Sauce.
Äusserst köstliche
Kamelin-Sosse
- 70 g geschälte Mandeln
- 40 g Rosinen
- 40 g trockenes Brot
ohne Kruste
- 30 cl Verjus (oder 20
cl Apfelessig, mit 10 cl Wasser vermischt)
- 1 TL Zimtpulver
- 1/4 Tl Nelkenpulver
- Salz
Rosinen
waschen und für 1 Stunde einweichen.
Die Mandeln zerstampfen (oder im Mixer...), dann mit ein wenig Wasser
verdünnen. Die gewonnene Mischung filtern.
Die Rosinen mit den Gewürzen und mit der zuvor eingeweichten Brotkrume
mixen.
Die Mandelmilch mit den Rosinen mischen, dann den Verjus dazugeben. Die
Zutaten gut verbinden, leicht salzen und abschmecken.
Die Konsistenz muss flüssig, die Farbe gleichmässig Kamelfarben sein.
Gebackene Zwiebeln mit
Honig
- 600 g Zwiebeln
- 40 g Butter
- 1 Eßlöffel Honig
- 125 ml Weißwein
- 1 Prise Salz
- 4 Eßlöffel süsse Sahne
- 2 Eßlöffel Kräuter,
gehackt
Zwiebeln
schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Butter in einer
Pfanne zerlassen, den Honig darin auflösen und die Zwiebeln zugeben. Kurz
scharf anbraten, dann den Wein dazugeben und das Ganze zugedeckt 20 bis 30
Minuten schmoren lassen. Danach salzen, mit Sahne abbinden und mit den
Kräutern abschmecken.
Quelle:
Ritterfest auf der Burg Pyrmont im Sommer 1999
Feigenküchlein
- 450 g getrocknete
Feigen
- Poudre forte
(mittelalterliche Gewürzmischung, bestehend aus:
-
- je 1/8 Teel. Ingwer,
Nelken und etwas schwarzer Pfeffer)
- 1/4 Teel. Salz
- 2 Eiweiß
- 1 Eigelb
- 6-7 dünn ausgerollte
Scheiben Blätterteig
- Frittieröl/-fett
- 225 ml klarer Honig
Die
Feigen in Wasser einweichen (so knapp einen Tag lang, mindestens einige
Stunden) und dann klein hacken. Die Feigen mit den Gewürzen, dem Salz und
dem Eigelb vermengen. Sollte nachher eine püreemäßige Konsistenz haben.
Die Eiweiße schlagen (nicht zu Eischnee machen, soll noch flüssig sein!).
Die Teigplatten rechteckig zuschneiden. Jede Teigplatte dünn mit Eiweiß
bestreichen und etwas von der Feigenmischung an einem Ende darauf geben,
dann zusammenrollen. Die Enden fest zusammen drücken. Die Rollen in dem Öl
ausbacken bis sie Goldgelb sind. Wer es supersüß mag, kann noch warmen
Honig darüber geben. Können auch prima kalt gegessen werden, oder auch
vorbereitet mit als Proviant auf den Markt mitgenommen werden.
Versoffene Suppe
- 4 Scheiben Schwarzbrot
- 8 Zehen Knoblauch
- 1 Zwiebel
- Schnittlauch
- 200g Käse
- 1 El Butter
- 1 El Mehl
- Salz, Pfeffer
- 1 l Wasser
Brot
würfelig schneiden, mit zerdrücktem Knoblauch, fein geschnittener Zwiebel,
Schnittlauch und Käsewürfeln in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser
übergießen. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze machen, mit etwas Wasser
aufgießen und verkochen lassen. Mit der Suppe auffüllen, würzen und
eindicken lassen.
Kräuterwein
- 1 Liter trockener
Weißwein
- 1/2 Teelöffel
Wachholderbeeren
- 1/2 Teelöffel Nelken
- 1 - 2 Zimtstangen
- 250g Honig
Den
Weißwein erwärmen (nicht kochen) und den Honig dazugeben. Solange rühren
bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat. Den Wein nun in eine
Glasflasche füllen und die Wachholderbeeren, die Zimtstangen und die
Nelken hinein geben. Die Flasche verschließen und kräftig schütteln. Das
ganze bei Zimmertemperatur ca. 7 Tage reifen lassen. Wichtig: 1x am Tag
kräftig schütteln. Man kann den Kräuterwein sowohl kalt als auch warm
trinken. Sehr gut, wenn es auf dem Markt mal wieder saukalt ist.
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