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Katharina die Große
Katharina II., genannt Katharina die Große (russisch Екатерина Великая/Jekaterina Welikaja, * 2. Mai 1729 in Stettin; † 17. November 1796 in Sankt Petersburg) war ab dem 9. Juli 1762 Zarin des Russischen Reiches und außerdem Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf. Katharina II. wurde 1729 als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg (in der Literatur gewöhnlich Sophie oder Sophia von Anhalt-Zerbst genannt) in Stettin geboren. Sie war eine Tochter von Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst aus dem Geschlecht der Askanier, dem damaligen preußischen Gouverneur von Stettin. Schon in frühester Jugend zeigte sich ihre Vorliebe für das männliche Geschlecht. Daher war sie eine der ersten des europäischen Hochadels, die einen „Männerharem“ unterhielt. Auch der nachfolgende Zar stammt möglicherweise aus einer dieser Beziehungen. Offiziell sind mehr als zwanzig Liebhaber bekannt, hinzu kommen noch unzählige sexuelle Kurzliebschaften. Die meisten langfristigen Beziehungen gingen nach wenigen Jahren zu Ende. Das Besondere an Katharina II. war jedoch, dass sich nur die wenigsten ihrer Liebhaber in die Politik der Kaiserin einmischen durften, obwohl sie es oft versuchten. Trotzdem wurde keiner ihrer Liebhaber nach der Trennung verfolgt, bestraft oder benachteiligt, im Gegenteil: Die meisten von ihnen bekamen von Katharina großzügige Geschenke. Unter den Liebhabern und Günstlingen Katharinas ragen einige hervor:
Sie war die einzige
Regentin, welcher in der Geschichtsschreibung der Beiname die Große
verliehen wurde. Ihr haftet zudem bis heute der Ruf an, machtgierig,
kriegslüstern, selbstherrlich und sexbesessen
gewesen zu sein. Demgegenüber steht das Bild einer ehrgeizigen und
verantwortungsvollen Regentin. Nicht nur ihre ausführliche Lektüre, auch
die Korrespondenz mit den Denkern jener Zeit zeugen von einer
Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Aufgabe wahrnahm. Sie holte Meinungen
und Ratschläge von ihren Ministern ein, veranlasste die Gründung von
Kommissionen und soll für Kritik und Vorschläge offen gewesen sein. |