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Narrenfeste im
Mittelalter |
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Eine der ältesten
Erwähnungen der Fastnacht findet sich in der Speyerer Chronik des
Stadtschreibers Christoph Lehmann von 1612 der aus alten Akten berichtet:
„Im Jahr 1296 hat man Unwesen der Fastnacht etwas zeitig angefangen /
darin etliche Burger in einer Schlegerey mit der Clerisey Gesind das ärgst
davon getr Die mittelalterliche
Fastnacht wird auf die augustinischen Lehren vom Zwei-Staaten-Modell
zurückgeführt. Die Fastnacht steht daher für die civitas diaboli,
den Staat des Teufels. Daher wurde die oftmals ausartende Fastnacht von
der Kirche als didaktisches Beispiel geduldet, um zu zeigen, dass die
civitas diaboli wie auch der Mensch vergänglich ist und am Ende Gott
siegreich bleibt. Mit dem Aschermittwoch musste daher die Fastnacht enden,
um die unausweichliche Umkehr zu Gott zu verdeutlichen. Während die Kirche
bei gotteslästernden Szenen während der Fastnacht untätig blieb, wurde ein
Weiterfeiern der Fastnacht in den Aschermittwoch hinein streng verfolgt. In manchen Fastnachten - insbesondere in Tirol - wird vor diesem Hintergrund bereits am Fastnachtsdienstagabend zum „Betzeitläuten“ die Maske um sechs Uhr abgelegt. Hintergrund zu dieser Uhrzeit ist die [vor-]urchristliche Tradition, wonach der neue Tag bereits mit dem Einbruch der Nacht beginnt. Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval%2C_Fastnacht_oder_Fasching |
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